Kultur- und Geschichtsverein
Frickhofen e. V.

Aus dem Umschlagtext

Kein Telefon, kein Fernseher, kein Auto, so war die Welt des Autors in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts, in der Nachkriegszeit und im beginnenden Wirtschaftswunder.

Er war ein wohlbehütetes Kind, das dann aufbrach in die Pubertät, in die aufregenden sechziger und siebziger Jahre, in die Welt der Hippies, der Beatgruppen, der indischen Gurus, der selber dann zur Gitarre griff und eine Band gründete, der das andere Geschlecht entdeckte, der ein ganz besonderes Hobby pflegte, eine Art Schatzgräberei der archäologischen Art, der mit Zelt und Spirituskocher in Europa herumreiste, der ein bisschen Sex, Drugs and Rock`n Roll in der Provinz erlebte, der aber im Rücken eine feste Bindung ans Elternhaus und an seine erste große Liebe hatte.

Auch ich war damals keiner von den Beatles

Ein von Buch von Joachim Habel über Kindheit und Jugend in den 50er, 60er und 73er Jahren
(nicht nur) in Frickhofen und Umgebung

 

Titelblatt 'Auch ichh war ...'
Titelblatt des Buches von Joachim Habel

Mit dieser romanhaften Erzählung will der in einem kleinen Westerwälder Dorf aufgewachsene Autor Joachim Habel das Lebensgefühl junger Leute der damaligen Zeit wiedergeben, die etwas über den Tellerrand der dörflichen Idylle hinausblicken wollten.

Eine neue Zeit war angebrochen, eine nie zuvor gehörte Musik brach über die Jugend herein und veränderte alles, die Mode, die Frisuren, die Weitsicht. Man sah Sinnsuche darin, sich die Haare lang wachsen zu lassen und mit einem VW-Bus in die Ferne zu schweifen. Aber bei aller Fernweh ist der Autor dem Elternhaus, dem Heimatdorf und der Heimathistorie immer treu geblieben. „Als Städter hätte ich mich niemals wohlgefühlt!“, so eine Aussage von ihm.

Der Autor beginnt mit Kindheitserinnerungen, schildert Spiele und Befindlichkeiten der Kinder in den 50er Jahren, wo alles knapp war, wo man mit wenig zufrieden sein musste, was aber für die ungezwungene Fröhlichkeit des Kindseins keine Einbuße bedeutete. Man ging in Tante-Emma-Läden einkaufen. Kinder bekamen beim Metzger einen Schnippel Fleischwurst umsonst. Der wöchentliche Speiseplan war spärlich; oft gab es dicken Reis mit selbst eingemachtem Obst. Es gab Schwarz-Weiß- Femsehgeräte, aber nicht jeder hatte eines.

Es folgen Kapitel und Abschnitte über das erste Geldverdienen mit Ferienjobs, über die Entdeckung der Kelten auf dem Hausberg Dornburg, über das Wandern und Reisen mit Rucksack und Camping-Gepäck, über das Sichverlieben und den sich daran anschließenden Trennungsschmerz, über Jugendidole, Drogenexperimente und Jugendverführer, über das sich Einpendeln in die Erwachsenenwelt und in das Berufsleben.

Foto Joachim Habel
Joachim Habel

Ein zentrales Kapitel im Buch ist natürlich die Gründung einer Beatband. Aufgerüttelt von den Beatles und ähnlichen Beatgruppen zu Beginn der 60er Jahre stellte man sich und die familiären und dörflichen Werte in Frage. Man wollte ausprobieren, man suchte, war offen für neue Ideen. Man brach aus und fand zurück. Man machte Musik, man trat öffentlich auf. Aber in der Musik wie auch im Alltagsleben musste man sich an die Harmonien halten, an Dur und Moll!

 

 

Das Buch erscheint im Verlag Pro Business unter der ISBN 978-3864603839. Es ist für 12,90 Euro im Buchhandel erhältlich - und natürlich bei Joachim Habel in Frickhofen.